„Heimatfront: Eine mitteldeutsche ‘Universitätsstadt im Ersten Weltkrieg“: Diese Woche spricht Dr. Wolfgang Wimmer über „Zeiss im Ersten Weltkrieg“
(JEZT / STADTMUSEUM JENA) – Die Ausstellung „Heimatfront. Eine mitteldeutsche Universitätsstadt im Ersten Weltkrieg“ ist im Herbst 2014 mit fesselnden Klangcollagen von Filip Hiemann eröffnet worden.
Im Rahmenprogramm der Ausstellung sprach bereits am 9. Oktober Prof. Michael Kißener bei dem öffentlichen Kolloquium „Provinz und Heimatfront – kleinere und mittlere Kommunen im Ersten Weltkrieg“ über die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts aus regionaler Sicht. Diese Woche folgt ein Vortrag von Dr. Wolfgang Wimmer zum Thema „Zeiss im Ersten Weltkrieg“.
Seit 1892 stellte die Firma Carl Zeiss Ferngläser her, die schon bald auch militärische Verwendung fanden. 1895 wurde eigens eine Militärabteilung eingerichtet, die insbesondere nach dem russisch-japanischen Krieg von 1905 rasant wuchs. Dafür baute man auch Fertigungsstätten im Ausland auf.
Im Ersten Weltkrieg wurde die Militärproduktion mehr als Verzehnfacht. Um dies zu erreichen stieg die Mitarbeiterzahl insbesondere durch die Beschäftigung von mehr Frauen. Ein neues Aufgabengebiet im Krieg war die Lebensmittelversorgung der Belegschaft. Die hohen Gewinne konnten kaum reinvestiert oder anderweitig verwendet werden. Die Carl-Zeiss-Stiftung, der die Gewinne zuflossen, baute Einrichtungen für die Kinderfürsorge auf, die zum Teil heute noch existieren.
Der Vortrag von Dr. Wolfgang Wimmer ist am Donnerstag, den 08.01.2015, ab 19 Uhr im Stadtmuseum Göhre am Historischen Marktplatz zu hören, wie die Städtischen Museen mitteilten.
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