Gehaltsstreit bei Thüringer Hortnerinnen nach deren Wechsel in den Landesdienst beigelegt!
Im Streit um Gehaltseinbußen bei in den Landesdienst wechselnden Hortnerinnen gibt es eine Lösung. Bei einem Gespräch am Freitag mit den Schulämtern sei vereinbart worden, dass sich das Land zentral kümmern werde. Dies erklärte der Sprecher des Thüringer Bildungsministeriums, Frank Schenker jr., am Freitag Abend gegenüber „MDR Thüringen“.
Seinen Worten nach sollten alle Erzieherinnen der Grundschulen, die aus ihrer Sicht ab 1. August 2016 zu niedrig eingruppiert seien, mit Lebenslauf und Qualifikationsnachweisen umgehend die Höhergruppierung beantragen. Das Ministerium wolle anschließend alle Anträge bis zum Jahresende abarbeiten, so Schenker im Mitteldeutschen Rundfunk. Die gegebenenfalls fehlende Gehaltsdifferenz werde dann für die ersten Monate nachgezahlt.

Spiel und Spaßin einer Kita – Symbolfoto © MediaPool Jena
Das Thüringer Bildungsministerium hat nach eigenen Angaben bisher keinen Überblick wie viele Hortnerinnen thüringenweit von Gehaltseinbußen betroffen sind. Bis zum Freitag hätten 1.026 von 1.165 Hortnerinnen die neuen Verträge unterschrieben, weitere würden noch erwartet, so Schenker. 55 haben laut Ministeriumsangaben der Prozedur widersprochen, das entspräche 4,7 Prozent. Der Ministeriumssprecher berichtete, das dies „eine zu erwartende Quote“ sei, „da sich einige Betroffene durch Umzug, Berufswechsel oder Referendariatsstart neu orientierten“. Die Betreuung der Kinder in den Grundschulhorten sei aber gesichert sagte Frank Schenker jr. gegenüber dem MDR.
Hintergrund: Zahlreiche der insgesamt 1.165 Hortnerinnen wechseln mit dem neuen Vertrag von der kommunalen Tarifgruppe S8a in die niedriger vergütete Landestarifgruppe E5. Etwa gleichgestellt wären sie dagegen in der Tarifgruppe E8. Allein in der Landeshauptstadt Erfurt sind 45 von 234 Hortnerinnen hiervon betroffen, wie eine Stadtsprecherin gegenüber „MDR Thüringen“ äußerte. Der Freistaat habe mit einer namentlichen Liste die neue Eingruppierung vorgegeben, wonach die Stadt die neuen Verträge gefertigt habe, sagte sie.
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