Neues von der Rückseite des Mondes (3): China-Rover „Yùtù 2“ funktioniert auch nach knapp vier Monaten noch einwandfrei

„Yùtù 2“ Foto vom 30. März 2019 – Bildrechte: China National Space Administration
(Bernhard Doepfer) – Heute wachen sie wieder auf der erdabgewandten Seite unseres Mondes auf: der Rover „Yùtù 2“ (deutsch: „Jadehase 2“) und sein Mutterschiff „Chang’e-4″. Es war nun bereits die vierte Mondnacht in Folge, denn beide chnesischen Roboter werden immer dann „Schlafen“ geschickt, wenn von der Erde aus gesehen Vollmond herrscht und das Mondfahrzeug und „Chang’e-4“ eine lange, kalte Mondnacht auszuhalten haben – beide waren am 2. Januar auf der Mondoberfläche gelandet.

Kleine Krater mit feinem Mondstaub bedeckt auf der Rückseite des Mondes im April 2019 – Bildrechte: China National Space Administration
Am Ende des vierten Mondtages war „Yùtù 2“ auf der Mondoberfläche rund um den Von-Kármán-Krater insgesamt rund 200 Meter verangekommen, hatte Fotos und Messergebnisse zur Erde zurück geschickt, und sei weiter „voll funktionsfähig“, wie die China National Space Administration (CSNA) berichtet hatte. Auch das Ziel , an Bord von „Chang’e 4“ in einem Mini-Biosphären-Experiment, Samen einer Baumwollpflanze zum Sprießen zu bringen sei geglückt, auch wenn diese nach nur zwei Tagen abgestorben waren.

Eine weitere Aufnahme von der Rückseite des Mondes im April 2019, aufgenommen von „Yùtù 2“ – Bildrechte: China National Space Administration
Das Ziel sei es nach Angaben der Forscher gewesen, eine einfache Biosphäre zu erzeugen um zu testen, ob der Anbau von Gemüse in einer geschlossenen Umgebung bei der geringen Schwerkraft auf der Mondoberfläche möglich ist.

Aufnahme der Mondoberfläche am Von Kármán Krater, aufgenommen von „Chang’e 4“ am 30. März 2019. – Bildrechte: China National Space Administration
Die CSNA zeigt sich insgesamt höchst zufrieden mit der Mission und spricht bereits jetzt von einem „kompletten Erfolg“., zumal die Lebensdauer von „Yùtù 2“ ursprnglich nur auf einen Mondtag ausgelegt gewesen sei. Im nächsten Schritt will das Land der Mitte eine Sonde zum Mond schicken, die zwei Kilogramm Mondgestein zur Erde bringen soll.
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