„Wake-Up-Call“: Heute gab es aus Köln den zweiten Weckruf an den Kometenlander Philae
(JEZT / DLR) – Heute Morgen um 2 Uhr gab es den zweiten Weckruf an das Mini-Labor des Kometenlandes „Philae“, wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mitteilte. Seit November 2014 befindet sich „Philae“ auf dem Kometen 67P/Tschurjumov-Gerasimenko, genannt Tschuri. Dort abgesetzt worden war es von der Raumsonde „Rosetta“, die den Kometen seit Herbst letzten Jahres in einem Orbit umkreist.

Tschuri wird bald in zwei Teile zerbrechen – 4-Image-Collage © ESA Rosetta Team bearbeitet von InterJena
Wie schon beim ersten Versuch im März wird „Rosetta“ ein dauerhaftes Signal an „Philae“ senden. Falls die Batterien des Kometenlanders inzwischen schon genügend Sonnenenergie „aufgetankt“ haben, wird sich „Philae“ bei „Rosetta“ melden, da sind sich die DLR-Experten sicher, denn kurz vor dem Einschlafen im letzten Jahr haben sie einen Modus gewählt, in dem „Philae“ alle 30 Minuten seinen Empfänger anschaltet und lauscht, sofern die Batterien aufgeladen sind.
Jedoch sind die Erwartungen für Versuch Nummer 2 etwas gedämpft, denn wahrscheinlicher sei es, dass „Philae“ erst im Mai oder Juni aufwache, wie es vom Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt hieß. „Philae“-Projektleiter Stephan Ulamec erklärte dem Fernsehsender n-tv, der Landeroboter brauche mindestens 5,5 Watt bei einer Betriebstemperatur wärmer als minus 45 Grad Celsius, um Daten zu senden. Derzeit steuert Tschuri Tag für Tag immer näher auf die Sonne zu, sodass „Philae“ stets neue Energie erhalten könnte, sagte Ulmanec, und je näher der Lander der Sonne komme, desto wahrscheinlicher sei das Aufwachen.
« „Nazis in Asylbewerberheim“: Keine Konsequenzen für Plauens Bürgermeister Levente Sárközy ZONO Radio Jena: Der Programmtipp für Sonntag, den 12.04.2015 »