Gestern wurde in der Rathausgasse der Opfer der schweren Luftangriffe auf unsere Stadt vor 74 Jahren gedacht
(MNGV + Content der Stadt Jena) – Jenas Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche und Vertreter des Stadtrates sowie weitere Bürgerinnen und Bürger der Stadt erinnerten sich am heutigen Vormittag an die Bombardierung Jenas vor 74 Jahren, denn am 19. März 1945 fand der verheerendste Luftangriff auf Jena statt.
So schlug damals um 13:17 Uhr die erste Bombe auf und nur 15 Minuten später die letzte. Doch in dieser kurzen Zeitspanne warfen etwa 200 Bombenflugzeuge ihre tödliche Last auf Jena. Sie kamen von Westen, flogen die Leuchtenburg bei Kahla an, schwenkten schließlich nach Norden und flogen dann über Lobeda und die Wöllnitzer Wiesen direkt die Jenaer Innenstadt an. Im Hagel der rund 1.500 Bomben blieb um 13.15 Uhr an der Stadtkirche St. Michael die Turmuhr stehen.
Als das Grauen vorbei war, beklagte man 134 Tote, 123 Schwerverletzte, Hunderte Leichtverletzte und 35 Vermißte. 218 Häuser der Innenstadt waren durch Volltreffer oder Feuer komplett zerstört. Im Bombenhagel des Angriffes gingen die Rathausgasse, Löbderstraße, Teile der Leutra- und Johannisstraße und die Weigelstraße unter. Von der Rathausgasse – von Löbderstraße/Kollegiengasse bis Am Kreuz blieb alleine das Jenaer Rathaus schwer beschädigt übrig; verloren gingen unter anderem die Hofapotheke und das Kirstensche Haus: zwei Kleinode am Historischen Markt.
Gesäter Hass kehrte über alliierte Flugzeuge wieder zurück nach Deutschland – eine Mahnung zum Frieden. Für die Freien Demokraten nahmen die Stadträte Clemens Beckstein und Reinhard Bartsch an der Kranzniederlegung teil und für Jena-Nord Ortsteilbürgermeisterkandidat Rainer Sauer, dessen Haus am Saalbahnhof bei dem verheerenden Luftangriff vor 74 Jahren ebenfalls schwer beschädigt wurde. Die angrenzende Kegelbahn erhielt damals ebenso einen Volltreffer, wie das gegenüberliegende Gebäude des alten Saalbahnhofs. Noch zu DDR-Zeiten wurden an beiden Stellen neue Gebäude errichtet.
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